Wenn dein Kind kein Gemüse isst
Dein Kind ist vielleicht gar nicht übergewichtig. Es isst nur seit Jahren dieselben paar Sachen. Ein Abend mit Verena zum Nachschauen: warum das so ist — und wie Neues ohne Druck wieder auf den Tisch kommt.
- Dauer57 Minuten
- Zugang12 Monate
- Für wenEltern wählerischer 10- bis 16-Jähriger
- Für Eltern, deren Kind seit Jahren nur wenige, immer gleiche Dinge isst — egal, ob es zu viel, zu wenig oder ganz normal wiegt.
- Die Aufzeichnung des Abends, 57 Minuten, zum Nachschauen in deinem Tempo.
- Es geht um euch als Eltern: was am Tisch gesagt wird, was eingekauft wird, wie Neues auf den Teller kommt. Dein Kind muss nichts davon mitmachen.
- Kein Verstecken, kein Extra-Kochen, kein „ein Bissen, sonst …“ — stattdessen Sätze und ein Wochenplan, die du am Tag danach ausprobierst.
- Verena Kunz leitet den Abend selbst — Ernährungswissenschaftlerin, Adipositastrainerin und früher selbst eine wählerische Esserin.
Noch unsicher? Dann lies erst, warum wir das so machen.




Kennst du das?
Neun Sätze, wie Eltern sie Verena schreiben. Wenn du bei zwei oder drei davon nickst, ist dieser Workshop für dich gemacht.
- Nudeln, Reis, Brot. Und irgendetwas Süßes. Seit Jahren dieselben vier Sachen.
- Gemüse geht nur versteckt — und nur, wenn es klein genug geschnitten ist. Obst gar nicht.
- Etwas Neues liegt auf dem Teller, und der Abend ist gelaufen. Bevor überhaupt jemand probiert hat.
- Du kochst zweimal. Einmal für alle, einmal für dein Kind. Jeden Tag.
- „Bei Oma isst sie alles.“ Und du fragst dich, was du falsch machst.
- „Isst nur Erbsen.“ „Höchstens vier Sorten.“ „Nur mit Frischkäse.“ — Sätze aus dem Chat eines Verena-Abends.
- Nachts die Sorge: Bekommt mein Kind überhaupt, was es braucht?
- Einladungen, Restaurants, Schullandwoche — du planst um das Essen herum. Und schämst dich ein bisschen dafür.
- Du liest die Ratgeber für übergewichtige Teenager und denkst: Das sind wir doch gar nicht.
Du hast schon vieles versucht — Verstecken, Belohnen, Verhandeln, Aufgeben. Das lag nicht an dir. Und auch nicht an deinem Kind. Nur richtet sich die Familie irgendwann still um die Liste herum ein, bis niemand mehr etwas Neues auf den Tisch stellt.
Warum es über dich geht
Ich war selbst ein wählerisches Kind. Meine Mama hat mir jeden Morgen liebevoll die Jause gerichtet — und ich habe sie zu bestimmt 90 Prozent im Müll entsorgt und mir am Buffet ein Pizzastangerl gekauft. Gemüse? Null Interesse. Ich hätte jede Wette gehalten, dass „gesundes Zeug“ einfach nicht mein Ding ist.
Heute gehe ich an den Regalen mit Red Bull und Haribo vorbei, und es zieht mich nicht mehr. Nicht mit zusammengebissenen Zähnen — ich will sie einfach nicht mehr. Mein Geschmack hat sich gedreht. Nicht über Nacht, sondern über Jahre, mit vielen Rückschritten.
Daraus habe ich das Wichtigste gelernt: Geschmack ist keine Charaktereigenschaft, sondern gelernt. Und bei einem Kind entscheidet nicht sein Wille darüber, ob es Neues lernt — sondern das, was rund um den Teller passiert: was gesagt wird, wenn etwas Neues drauf liegt, was eingekauft wird, und wie oft dein Kind einem Lebensmittel entspannt begegnen darf. Genau das ist dein Hebel. Deshalb geht es an diesem Abend um dich.
Und warum dieser Workshop? Weil mir immer mehr Eltern schreiben: „Mein Kind ist gar nicht zu schwer. Aber am Tisch ist es ein Minenfeld.“ Diese Eltern haben mich zu diesem Thema geschoben. Und ich bin froh darüber.
Verena KunzMSc Applied Human Nutrition, Oxford Brookes University 2014 · Zertifizierte Adipositastrainerin für Kinder und Jugendliche, 2017Warum dein Kind Neues ablehnt — und warum das kein Trotz ist
Geschmack ist zum größten Teil gelernt, nicht angeboren. Was ein Kind oft genug erlebt, beginnt es zu mögen — die Forschung nennt das den Mere-Exposure-Effekt.
So oft muss ein Kind ein neues Lebensmittel erleben, bis es das annimmt (u. a. Jane Wardle und Kolleginnen).
Bei einem Gaumen, der an Zucker, Salz und Fett gewöhnt ist, oft noch deutlich öfter.
Nach so vielen Ablehnungen streichen die meisten Eltern ein Lebensmittel — dabei fängt das Mögen erst später an.
- „Es will mich ärgern.“
- „Es probiert nicht einmal.“
- „Bei Oma isst es alles — also liegt es an mir.“
- „Ich habe beim Essen versagt.“
- Neophobie — die Vorsicht vor Unbekanntem ist bei Kindern normal. Eine eingebaute Sicherung, kein Charakterfehler.
- Sensorik — bitter, faserig, fremder Geruch: ein Reiz-Überfall für einen Gaumen, der nur Weiches kennt. Manche Kinder würgen dabei.
- Bliss Point — Fertigprodukte sind auf den perfekten Punkt aus Zucker, Fett und Salz getrimmt. Dagegen wirkt jede Karotte fad.
- Gewöhnung — was oft gegessen wird, wird vertraut. Und was gelernt ist, lässt sich umlernen.
Das Problem ist nicht der Wille deines Kindes. Und auch nicht deine Erziehung.
Ein erzwungener Bissen, der im Würgen endet, brennt sich ein — und macht genau dieses Lebensmittel für lange Zeit unmöglich. Der Weg heraus führt über viele entspannte Begegnungen: anschauen, angreifen, riechen, antippen. Der Bissen kommt zuletzt.
Würgt oder erbricht dein Kind bei sehr vielen Lebensmitteln, isst es extrem einseitig, nimmt es ab oder wird jede Mahlzeit zum Kampf — dann sprich mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder einer Ess- bzw. Ergotherapie-Fachkraft. Dahinter kann eine Sensorik-Empfindlichkeit oder ARFID stecken, eine vermeidend-restriktive Essstörung. Dieser Workshop ersetzt das nicht.
Du kämpfst nicht gegen dein Kind. Du kämpfst gegen einen Gaumen, der Neues als Alarm meldet — und gegen Produkte, die genau darauf gebaut sind.
Drei Dinge versuchen fast alle Eltern zuerst — und alle drei arbeiten gegen die Biologie.
„Ein Bissen, sonst …“
Ein erzwungener Bissen macht das Lebensmittel nicht vertrauter, sondern gefährlicher. Endet er im Würgen, ist genau dieses Gemüse für lange Zeit verbrannt.
Nachtisch gegen Brokkoli
Verhandeln, Bestechen, Diskutieren bei jeder Mahlzeit gibt dem Moment genau die Bedeutung, die das Probieren schwer macht. Je weniger Aufsehen, desto eher nähert sich dein Kind an.
„Mag es eben nicht“
Nach zwei, drei Ablehnungen streichen die meisten Eltern ein Lebensmittel von der Liste. Dabei beginnt das Mögen oft erst nach vielen entspannten Begegnungen — nicht nach einem Machtkampf.
Deshalb reicht „probier halt einfach“ nicht. Es braucht einen anderen Umgang am Tisch — und den kannst du lernen, ohne dass dein Kind etwas davon mitbekommen muss.
Wo sich der Kreis schließt — und wo ihr ihn öffnet.
Sorge führt zu Druck, Druck zu Ablehnung, Ablehnung zu Ersatz-Essen — und der Speiseplan wird enger statt weiter. An drei Stellen setzt der Workshop an.
… und wieder von vorn.
- Punkt im Kreis
- Ansatzpunkt im Workshop
- Hier arbeiten wir konkret
Fünf Punkte im Kreis: Sorge, Druck am Tisch, Ablehnung, Ersatz-Essen, Speiseplan wird enger — und wieder Sorge. Jeder Punkt löst den nächsten aus.
Drei Ansatzpunkte: „Sensorik statt Trotz“ an der Ablehnung, „Sätze ohne Druck“ am Druck am Tisch, „Anker statt Extra-Kochen“ am Ersatz-Essen.
Wir nehmen nicht das Gemüse in den Blick. Wir nehmen den Kreis in den Blick — und öffnen ihn dort, wo du den Hebel hast.
Zum WorkshopWie es funktioniert
Nicht dein Kind wird umgestellt, sondern das, was rund um den Teller passiert. Daran hängen drei Dinge:
Ruhe statt Kampf
Sätze, die den Druck rausnehmen: die Ausspuck-Erlaubnis, kein Publikum, kein Lob-Feuerwerk. Je weniger Bedeutung der Moment bekommt, desto eher probiert dein Kind — irgendwann, und ohne dass du es verlangst.
Begegnen statt Essen-Müssen
Ein neues Lebensmittel darf erst nur auf dem Teller liegen, dann angeschaut, angegriffen, gerochen, mit der Zungenspitze angetippt werden. Jeder Schritt zählt — auch ohne Runterschlucken. Viele entspannte Begegnungen wirken mehr als ein Machtkampf.
Einkauf schlägt Willenskraft
Was nicht im Haus ist, wird nicht zur täglichen Gewohnheit — und was du selbst mit Genuss isst, sehen deine Kinder. Du entscheidest den Einkauf, ganz ohne Diskussion. Lieblings-Junk wird nicht verboten, nur selten.
Das sagen Eltern, die mit Verena gearbeitet haben
Vier Nachrichten an Verena — in den eigenen Worten der Eltern.
„Wir sind jetzt erst seit zwei Wochen dabei und ich erkenne meine große Tochter nicht mehr. Sie hat schon immer fast alles Gemüse abgelehnt und ich hab alles Mögliche versucht. Und plötzlich isst sie (oder probiert wenigstens) ALLES. Die Tagebücher füllt sie von alleine aus und den […] Regenbogen versucht sie jeden Tag komplett zu essen. […] Heute schon mal ein ganz dickes Dankeschön an dich!“
„Meine Tochter ist ein ziemlich schwieriger Esser — sie isst kaum Gemüse, kein Obst. […] Ich bin sehr achtsam, wie ich mit ihr über Essen spreche. […] Ich hätte nie gedacht, dass es auch mit einem Picky Eater funktioniert.“
„Weißt du was, du bist toll! Danke für deine Mühe, dein Fachwissen, die Professionalität und auch deine GELASSENHEIT! Hier in Bayern ist noch eine Woche Ferien und ich kann deinen 2-Wochen-Plan in Ruhe anschauen und hoffentlich sogar umsetzen.“
„Wir haben endlich verstanden, warum es vorher nicht geklappt hat. Der Ansatz, über die Eltern zu gehen, ist so logisch — ich frag mich, warum das nicht jeder so macht.“
Was du an diesem Abend lernst
Erst verstehst du, was in deinem Kind passiert, wenn etwas Neues auf den Teller kommt. Dann machen wir daraus einen ruhigen Umgang am Tisch für den Alltag.
Verstehen und umsetzen — ohne Kampf
- 01Geschmack ist gelernt — warum dein Kind Neues ablehnt, und was der Mere-Exposure-Effekt damit zu tun hat
- 02Sensorik statt Trotz — Würgereiz, Texturen, Gerüche: was im Körper passiert, und woran du erkennst, wann eine Fachkraft dazugehört
- 03Sätze, die den Druck rausnehmen — was am Tisch Druck macht, ohne dass du es merkst, und Antworten auf „Igitt“ und „Kein Bock“, abgestuft nach Alter
- 04Anker und Gemüse-Skala — ein Gemüse und ein Eiweiß, das sicher gegessen wird, und die Reihenfolge, in der Neues dazukommt
- 05Vom Teller-Verweigerer zum Mit-Koch — Mitkochen, Mitentscheiden, Zubereitung und Namen, die Lust machen
Du verstehst, warum Druck und Verstecken bei deinem Kind nicht wirken — und hast konkrete Sätze für den Tisch, einen Anker für die Woche und eine Reihenfolge für Neues, ab dem nächsten Tag ausprobierbar.
Die Aufzeichnung
Die Aufzeichnung des Abends, 57 Minuten, 12 Monate lang in der HipTeens-Academy abrufbar.
Einzelabend — Aufzeichnung
Du schaust den Abend nach, wann es für dich passt.
- Die Aufzeichnung, 57 Minuten
- 12 Monate Zugang in der HipTeens-Academy
Sichere Zahlung via Stripe.
Bevor du buchst
Mein Kind ist nicht übergewichtig, nur wählerisch — passt das?
Ja — genau dafür ist dieser Workshop gedacht. Bei euch wird nicht zu viel gegessen, bei euch wird zu eng gegessen. Es geht nicht um die Menge, sondern um die Auswahl: warum sie so klein geworden ist, und wie sie ohne Druck wieder wächst. Ob dein Kind zu viel, zu wenig oder ganz normal wiegt, spielt dafür keine Rolle.
Ich habe schon alles versucht — warum soll das hier anders sein?
Weil fast alles, was Eltern zuerst versuchen — Druck, Verstecken, Belohnen, Verhandeln —, gegen die Biologie arbeitet: Ein erzwungener Bissen macht ein Lebensmittel nicht vertrauter, sondern gefährlicher. Der Workshop stellt nicht dein Kind um, sondern das, was du am Tisch sagst und tust. Das hat bisher niemand mit dir geübt. Und Verena war selbst eine wählerische Esserin — sie weiß, dass sich Geschmack dreht, aber nicht auf Kommando.
Muss mein Kind dabei sein?
Nein. Der Abend ist für dich als Elternteil. Du lernst, was am Tisch gesagt wird, was eingekauft wird und wie Neues auf den Teller kommt. Dein Kind muss nichts davon mitmachen — und sollte die Aufzeichnung auch nicht mitschauen.
Ist 249 € nicht viel für einen Abend?
Rechne dagegen, was der Alltag gerade kostet: zweimal kochen, Diskussionen bei jeder Mahlzeit, seit Jahren dieselbe Liste. Der Abend gibt dir Verenas Vorgehen, mit dem du am nächsten Tag anfängst — ohne dass du dein Kind zu irgendetwas überreden musst.
Ab welchem Alter?
Für Eltern von Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren. Die Sätze am Tisch unterscheiden sich je nach Alter — mit 8 führst du, mit 12 lässt du wählen, mit 14 begleitest du. Genau das ist Teil des Abends.
Was ist mit ARFID oder einem starken Würgereiz?
Ein Würgereiz beim Probieren ist meist eine echte körperliche Reaktion und kommt häufig vor — darum geht es gleich am Anfang des Abends. Würgt oder erbricht dein Kind aber bei sehr vielen Lebensmitteln, isst es extrem einseitig, nimmt es ab oder wird jede Mahlzeit zum Kampf, kann eine ausgeprägte Sensorik-Empfindlichkeit oder ARFID dahinterstecken, eine vermeidend-restriktive Essstörung. Das ist nichts, was man wegtrainiert. Bitte sprich mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder einer Ess- bzw. Ergotherapie-Fachkraft. Der Workshop ersetzt diese Abklärung nicht.
Noch nicht so weit?
Dann lies erst einmal. Das hier lesen Eltern wählerischer Kinder zuerst:
Ein Abend kann vieles verändern — vor allem das, was am Tisch gesagt wird.
Stell dir vor, etwas Neues liegt auf dem Teller — und niemand hält die Luft an. Dein Kind schaut es an, riecht daran, schiebt es weg. Und du bleibst ruhig, weil du weißt: Das war eine Begegnung. Die nächste kommt.
Aufzeichnung kaufen