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Wie dein Kind Appetit von Hunger unterscheiden kann

    „Ich habe Hunger“ – oder doch nur Appetit? Viele Kinder haben kein Gefühl dafür, ob sie wirklich hungrig sind oder bloß Appetit haben. Stattdessen sind sie vielleicht nur gelangweilt oder bedrückt. Viele kleine Snacks über den Tag verteilt können sich schnell anhäufen, ohne dass man es merkt. Hier erfährst du, an welchen Signalen dein Kind richtigen Hunger erkennt, und diesen vom Appetit unterscheiden kann! 

    Hunger – doch wie fühlt sich das wirklich an?

    Beim Hunger handelt es sich um einen Überlebensinstinkt. Unser Körper ist wie eine Maschine, die Energie braucht, um zu funktionieren. 

    Verspürst du Magenknurren und ein unangenehmes Ziehen im Magen, dann hast du Hunger! Der Körper möchte Nachschub, um arbeiten zu können. Beim Hunger ist dem Körper egal, was er bekommt – Hauptsache er wird satt! Man verspürt also kein Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel. Gegen den Hunger helfen am besten Speisen die lange satt halten. Dafür eignen sich zum Beispiel Lebensmittel die viele Ballaststoffe enthalten, wie zum Beispiel Vollkornprodukte, Gemüse oder Bohnen.

    Wie man Appetit kinderleicht erkennen kann

    Du hast erst vor kurzem gegessen, dir läuft aber das Wasser im Mund zusammen, wenn du an deinem Lieblingseisgeschäft oder einem duftenden Würstelstand vorbeiläufst? In solchen Momenten kann man oft Hunger mit Appetit verwechseln! 

    Wenn du Appetit hast, spürst du keine körperlichen Signale wie beim Hunger. Meist ist der Appetit außerdem auf ein bestimmtes Lebensmittel, wie zum Beispiel Gummibären oder Schokolade, beschränkt. 

    Besonders, wenn man gerade lernen muss oder Hausaufgaben machten sollte, kommt oft der Appetit hoch und man möchte etwas essen. Aber warum ist das so? Beim Appetit handelt es sich um ein psychologisches Verlangen, das im selben Teil des Hirnes entsteht, das auch für die Gefühle verantwortlich ist. 

    Um sich aufzuheitern, greift man also bei Langweile, Trauer oder Frust oft zum Essen. Das kann darin enden, dass man mehr Nahrung zu sich nimmt, als man braucht. Dazu kommt, dass man danach oft ein schlechtes Gewissen hat, und sich über sich selbst ärgert. Wenn du merkst, dass du essen möchtest, weil du negative Gefühle verspürst, versuche diese Gefühle auf eine andere Art und Weise zu bekämpfen. Unternimm was Schönes, geh eine Runde an der frischen Luft, sprich mit einem Freund oder einer Freundin oder baue den Frust durch Sport ab! Höre in deinen Körper hinein und versuche deine wirklichen Bedürfnisse herauszufinden. 

    Hunger- und Appetitsignale unterscheiden

    Die Signale für Hunger und Appetit sehen unterschiedlich aus. Hier ein Überblick, wie du die beiden leichter auseinanderhalten kannst:

    HungerAppetit
    – Magenknurren
    – Bauchschmerzen – „Loch im Bauch“ 
    – Konzentrationsschwierigkeiten
    – Schlechte Laune
    – Zittern
    – beschränkt auf bestimmte Lebensmittel    
        z.B.: Schokolade, Chips
    – keine/wenig Hungersignale
    – Gefühle, 
        z.B.: Langeweile, Frust
    Tabelle: Unterschiede zwischen Hunger und Appetit

    Um herauszufinden, warum du isst, kann es ebenfalls hilfreich sein, dich für eine Woche zu beobachten, und ein Ernährungstagebuch zu führen. Dabei notierst du, wann und wieso du gerade etwas isst. Auch negative Gefühle kannst du dabei aufschreiben! 

    Fazit

    Wenn du das nächste Mal Hunger hast, obwohl die letzte Mahlzeit weniger als 2 Stunden her ist, frag dich ein paar Fragen, bevor du dir etwas zu essen nimmst:

    • Bist du gelangweilt?
    • Fühlst du dich frustriert, traurig oder gestresst?
    • Spürst du echte Hungersignale, wie z.B.: Bauchknurren?
    • Hast du das Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel?
    • Hast du heute schon genug getrunken?

    Vielleicht möchtest du essen, obwohl du nicht hungrig bist. Probier doch mal, statt Süßigkeiten oder Chips, einen Apfel oder Gemüse-Sticks mit Joghurt Dip zu essen. 

    Wenn du in deinen Körper hineinhörst, kannst du ganz gut unterscheiden, ob du Hunger oder Appetit hast! 

    Beitrag von Gastautorin Michelle Fuschlberger (Diätologin i. A.)


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