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Was Stress der Eltern mit Übergewicht in der Pubertät zu tun hat – und wie man handeln sollte

Verena KunzErnährungswissenschafterin (MSc) · aktualisiert

Heißhunger

Pubertät, Schule, Hormone – und dann auch noch das Thema Gewicht. Viele Teenager aber auch ihre Eltern sind emotional am Limit. Die Probleme hören nicht beim Teenager auf: Eltern machen sich Sorgen, haben Schuldgefühle, versuchen zu helfen – und scheitern immer wieder an der eigenen Erschöpfung.

Was viele nicht wissen: Der Stress der Eltern wirkt direkt auf das Essverhalten und den Stoffwechsel ihrer Kinder und Teenager. In diesem Artikel erfährst du, wie sich dein Stress auf deinen Teenager überträgt, warum er unbewusst das Abnehmen sabotieren kann – und was du tun kannst, um den Kreislauf zu durchbrechen. Viel Spass beim Lesen, eure Verena

Stress ist ansteckend – besonders in der Familie

Kinder und Jugendexperte Jesper Juuls sagt, Teenager machen selten das, was man Ihnen sagt, aber tun oft das, was wir selber tun. Ich interpretiere das so: Kinder und Teenager sind feinfühlige Spiegel. Sie spüren, wenn du gestresst, besorgt oder überfordert bist – selbst, wenn du versuchst, es zu verbergen oder zu verheimlichen. Studien zeigen, dass Elternstress nicht nur die emotionale Sicherheit, sondern auch die Stresshormone ihrer Kinder beeinflusst. Das wiederum beeinflusst das Essverhalten ihrer Kinder und Teenager. Genauer gesagt, ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel (das klassische „Stresshormon“) kann:

  • den Appetit steigern,
  • den Fettstoffwechsel verlangsamen,
  • Schlafstörungen auslösen,
  • und langfristig Übergewicht begünstigen.

Das bedeutet: Wenn du ständig unter Strom stehst, kann dein Kind ebenfalls in einen körperlichen und emotionalen Dauerstress geraten – und Essen wird zum Ventil.

Frag dich also täglich: was stresst mich? Und vor allem wie kann ich den Stress natürlich abbauen.

Warum dein Stress zu mehr Essen führt – bei dir und bei deinem Kind

Viele Eltern greifen selbst zu Süßem, Snacks, Alkohol und zu wenig Sport, wenn sie überfordert sind. Kinder beobachten das und übernehmen das Muster. Essen wird zu einem Mittel gegen unangenehme Gefühle – nicht aus Hunger, sondern als Selbstregulation. Hinzu kommt: Stress senkt die Impulskontrolle. Wenn dein Teenager sich unter Druck gesetzt fühlt – durch Schule, Vergleiche oder familiäre Spannungen – verliert er leichter die Fähigkeit, Hunger- und Sättigungssignale wahrzunehmen.
Das Ergebnis: Emotionales Essen, heimliches Naschen oder Essanfälle.

Die meisten Kinder und Jugendärzte übersehen das Thema Stress in der Herkunftsfamilie und sagen einfach: Iss halt weniger und mach mehr Sport. Aber wann hat das schon einmal langfristig geholfen? Das Idealgewicht beim Kind ist vielmehr ein Wohlfühlgewicht. Vergiss daher Diätgedanken, Kalorienzählen, den täglichen Gang auf die Waage und Crash- Diäten. Durch viele kleine Maßnahmen und vor allem Stressregulation auf Elternebene, lässt es sich in der Pubertät abnehmen, ohne dabei auf Genuss und Geschmack verzichten zu müssen. Wie das genau geht, zeigen wir dir in unserem 2-tägigen Online Live Workshop, der in regelmäßigen Abständen via Zoom stattfindet. Mehr Details findest du hier.

Kontrolle und Druck erzeugt bei Teenagern IMMER Gegendruck. Dem Kind eine Diät aufzuzwingen, könnte das Problem nur verschlimmern. Heimlich essen und heimlich naschen sind erste Anzeichen von zu viel Druck, Regeln und Verboten, mit denen ein Teenager nicht umgehen kann. Es ist sehr viel sinnvoller Alternativen zu bieten, die automatisch einen gesünderen Lifestyle erzeugen. Wenn das der Fall ist, hol dir unbedingt eine:n Expert:in ins Boot. Buch dir ein Beratungsgespräch.

Pubertät, Emotionen und Identität – warum dein Teenager so sensibel reagiert

In der Pubertät verändert sich das Gehirn stark: Der präfrontale Cortex, der für Planung und Selbstkontrolle zuständig ist, ist noch nicht vollständig ausgereift. Emotionen dominieren, besonders unter Stress. Wenn gestresste Eltern dann mit Druck, Kontrolle oder Sorgen reagieren („Du musst abnehmen!“), fühlt sich dein Teenager schnell bewertet – und zieht sich zurück. Das führt zu Trotz, Scham oder völliger Verweigerung. Kurz gesagt: Je mehr Stress du machst, desto weniger verändert sich etwas. Es ist ein Teufelskreis der negativen Gefühle.

Der Schlüssel: Eltern regulieren sich zuerst

Es klingt paradox, aber es ist wissenschaftlich belegt: Kinder verändern sich leichter, wenn Eltern ruhig und stabil sind. Deine Gelassenheit ist die Grundlage für die Regulation deines Kindes.

So schaffst du das im Alltag:

1 – Atme, bevor du reagierst:
Klingt so einfach, ist aber oft so schwer. Die meisten Eltern die gestresst sind, neigen zu einer oberflächlichen Schnappatmung. Atme tief in den Bauch und langsam. Nimm dir 10 Sekunden, bevor du über Essen, Bewegung, Gewicht oder andere Dinge, die dich aufregen sprichst.
2 – Hör auf, dich selbst zu kritisieren:
Dein Kind/Teenager beobachtet, wie du mit dir sprichst. Wenn du dich selbst „zu dick“ nennst oder ständig über Diäten redest, lernt dein Teenager, dass Körperbewertung normal ist. Beginne, dich liebevoller zu behandeln – das ist die stärkste Botschaft, die du senden kannst.
3 – Sei selbst auf dem Weg, nicht am Ziel:
Wenn du selbst an deinen gesunden Gewohnheiten, deinem Mindset und deiner Motivation arbeitest, wird dein Kind neugierig. Authentische Veränderung inspiriert – moralische Appelle langweilen. Lass dein Kind sehen, dass es okay ist, Fehler zu machen, neu anzufangen und dranzubleiben.
4 – Gib deinem Kind Sicherheit statt Kontrolle:
Gib dir selbst Halt und Sicherheit. So bekommt es dein Teenager auch. Übergewichtige Teenager brauchen keine Angst, sondern Halt, Vertrauen und ein starkes Nest, das einem aufbaut und nicht herunterzieht. Sag nicht, was es essen darf – sondern, plane, koch und iss gemeinsam mit ihm gesundes und schaffe eine aktive Umgebung. Schaffe Rituale, nicht Regeln. Für einen leckeren Start: lade unsere 10 Lieblingsrezepte, die einfach und cool sind, hier herunter.
5 – Verändere den Ton, nicht das Ziel:
Du darfst dir Gesundheit wünschen, planen und umsetzen – für dich und dein Kind. Aber sag’s anders: nicht „Wir müssen abnehmen“, sondern „Wir wollen uns besser fühlen“. Das schafft Motivation statt Druck. Sprache ist alles. Es kann deinen Teenager entweder aufbauen und Stärken oder zermürben und fertig machen!

Warum ist es wichtig, die Ziele so einfach und klein wie möglich zu gestalten? Damit das Gehirn unseres Teenagers die Veränderungen gar nicht merkt! So können auch weniger Konflikte entstehen. Möchtest du noch mehr gesunde UND coole Rezepte zum Abnehmen für Teenager bekommen? Lade dir hier unser gratis „Kochbuch für Teenager zum Abnehmen“ runter. Klick hier.

Stressfreie Eltern = gesündere Familien

Familien, in denen Entlastung, Verständnis und Struktur herrschen, schaffen es langfristig viel leichter, gesunde Gewohnheiten zu verankern. Nicht, weil sie perfekte Mahlzeiten planen – sondern, weil sie emotional sicher sind. Kinder, die sich sicher fühlen, essen bewusster, bewegen sich freiwilliger und treffen bessere Entscheidungen für sich selbst.

Bei Hipteens zeigen wir Eltern genau das: Wie du deine eigene Haltung, deinen Ton und deine Energie so veränderst, dass dein Teenager spürt: „Ich bin okay. Ich darf wachsen. Ich nehme ab. Meine Eltern glauben an mich. Ich kann das schaffen.“

Fazit: Wenn du ruhiger wirst, wird dein Kind stärker

Abnehmen in der Pubertät ist keine Frage von Disziplin – sondern von emotionaler Balance plus die richtigen Taktiken. Dein Kind braucht nicht mehr Kontrolle wie Kalorien zählen oder jeden Tag wiegen, sondern dein Vertrauen, deinen Glauben und deine Ruhe und deinen klaren Rahmen.

Wenn du lernen willst, wie du dein Kind richtig beim Abnehmen begleitest – ohne Druck, ohne Streit und ohne Stress – schreibe mir: [email protected] mit dem Titel Newsletter – dann setzte ich dich auf den Newsletter Verteiler und du verpasst kein Angebot, Workshop und Info mehr.

Passend zum Thema „Abnehmen in der Pubertät“: Höre auch unseren Podcast dazu:

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Du kannst den Podcast „Abnehmen für Kinder“ auch auf Apple Podcasts oder auf Google Podcasts hören.

WARNUNG: Was du über dein übergewichtiges Kind in der Pubertät wissen solltest

Hast du Schwierigkeiten, deinem Kind das Abnehmen zu lernen?

  • Du weißt nicht, wie du dein Kind zu mehr Bewegung motivieren kannst?
  • Dein Kind wird wegen seines Gewichts schon gemobbt?
  • Dein Kind liebt es zu essen und hört nicht damit auf?

Dann komm in unsere kostenlose Online-Schulung!
Hier kannst du mehr darüber erfahren:

Ich freue mich schon, dich dort begrüßen zu dürfen!

Tschüüüs, deine Verena!

PS: Hier geht es zu unserem umfangreichen Ratgeber „Abnehmen für Kinder“, wo du noch viele zusätzliche nützliche Tipps für deine Familie auf den Weg bekommst.

Verena, dein Abnehmcoach

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